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Kasparow entscheidet sich für Exil

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Kasparow entscheidet sich für Exil

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Die russische Schachlegende Garri Kasparow will nicht in sein Heimatland zurückkehren. Auf seiner Internet-Seite begründete er das in einer Audio-Botschaft mit der Angst vor möglichen Konsequenzen wegen seines politischen Engagements in der Opposition. Kasparow protestiert seit langem gegen die Politik von Präsident Wladimir Putin und hält sich derzeit in Genf auf. Dort hat er einen Menschenrechtspreis der Vereinten Nationen entgegen genommen.

Kasparow hatte im Mai vergangenen Jahres auch an den Protesten kurz vor Putins Vereidigung als Präsident teilgenommen. In Moskau war es dabei zu Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen. An diesem Donnerstag hat der Prozess gegen zwölf Oppositionelle begonnen, die seinerzeit festgenommen worden waren. Im August war Kasparow vorübergehend festgenommen worden, als er an einer Solidaritätskundgebung für die Mitglieder der Gruppe Pussy Riot teilnahm. Er befürchtet nun, dass auch gegen ihn Ermittlungen aufgenommen werden könnten.