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Erdogan hat nichts gegen Umweltschützer

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Erdogan hat nichts gegen Umweltschützer

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Seit mehr als einer Woche protestieren zahlreiche Menschen in der Türkei gegen die Bebauung eines Parks in Istanbul – und gegen den als autoritär empfundenen Regierungsstil von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan. Der hat nun das Vorgehen der Regierung nun verteidigt.

Man habe keine Probleme mit Umweltschützern und demokratischen Forderungen, sagte er auf einer EU-Türkei-Konferenz in Istanbul. Aber man sei gegen Gewalt, Einschüchterungen, Vandalismus und Handlungen, die die Freiheit anderer im Namen der eigenen Freiheit bedrohten. Man heiße alle herzlich willkommen, die sich demokratisch verhielten, so Erdogan.

Andere europäische Länder, so sagte er noch, hätten härter gegen solche Proteste durchgegriffen. Die derzeitigen Ereignisse sorgen für ein geteiltes Echo in der Bevölkerung.

Ein Mann meinte: “Unser Ministerpräsident ist auch nur ein Mensch, er ist kein Prophet. Natürlich kann er mal einen Fehler machen, wie wir alle. Ja, er hat sich etwas streng ausgedrückt. Aber er wird gestärkt aus all dem hervorgehen. Man sollte ihn lassen, alles wird gut.”

Ein anderer: “Ich halte das für falsch, ein Ministerpräsident sollte sich nicht so verhalten, er sollte gemäßigt auftreten. Die Dinge werden schlecht.”

EU-Erweiterungskommissar Stefan Füle forderte die Türkei auf zu überprüfen, ob die Polizei zu gewaltsam vorgegangen sei. Gegebenenfalls müssten die Verantwortlichen bestraft werden, so Füle.