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Hunger in den USA

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Hunger in den USA

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Während sich die USA sich nur langsam von der Wirtschaftskrise erholen, war die Hauptstadt Washington nie wirklich von der Krise betroffen. Die Stadt ist eine der wohlhabendsten der Vereinigten Staaten. Aber auch hier greift die Armut um sich: Immer mehr Menschen können am allgemeinen Wohlstand schlicht nicht teilhaben. Es sind Arme und Obdachlose, und viele von ihnen leiden Hunger. Seit 2007 ist die Zahl der Menschen, die um Nahrungshilfe bitten mussten, um 25 Prozent gestiegen. Und: Immer öfter kommen Kinder.

“Ich sehe immer mehr Familien,“berichtet eine freiwillige Helferin. “Immer mehr Frauen kommen mit ihren Kindern, früher waren es vor allem Männer. Essen, das wir übrig haben, geht an ein Frauenhaus. Dort finden sich immer öfter Teenager und junge Frauen ein.”

Die Washington Food Bank versucht zu helfen. Sie finanziert sich aus Spenden und der Arbeit tausender Freiwilliger.

“Die Food Bank ist in unserer Hauptstadt leider nötig, “berichtet Dylan J. Menguy von der Food Bank,“in der Region sind rund 680.000 Menschen vom Hunger bedroht, darunter 200 000 Kinder. Wir leben in einer der wohlhabendsten Städte des reichsten Landes der Welt und zu uns kommen Leute, die kein Essen haben.”

Die Food Bank verteilt jedes Jahr um die 15.000 Tonnen Essen an ein Netzwerk aus Partnern: Suppenküchen, Obdachlosenasyle oder kirchliche Initiativen.
Das Essen kommt von Einzelhändlern, aus der Industrie oder von privaten Spendern, denen das Schicksal ihrer Mitbürger nicht egal ist. Jedes Jahr helfen mehr als 18.000 Freiwillige, denen Essen zu geben, die Hunger leiden.