Eilmeldung

Eilmeldung

Schoko-Kartell - die süße Versuchung für Konzerne

Sie lesen gerade:

Schoko-Kartell - die süße Versuchung für Konzerne

Schriftgrösse Aa Aa

In Kanada sollen der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé und der weltgrößte Schokoladeproduzent Mars ein Schoko-Kartell gebildet haben.

Wettbewerbshüter werfen den Unternehmen unerlaubte Preisabsprachen bei Schokosnacks wie Kitkat, Twix, Snickers, Bounty und M&Ms vor und stellten Strafantrag.

Die Vorwürfe sind das Ergebnis von fünf Jahre langen Ermittlungen. Ins Rollen gebracht hat die Untersuchung der US-Hersteller Hershey, der die versuchten Preisabsprachen angezeigt hat und deswegen mit einer vergleichsweise milden Behandlung rechnen kann.

Den Unternehmen drohen Strafen von jeweils bis zu 7,5 Millionen Euro. Angeklagt sind auch der kanadische Lebensmittelgroßhändler ITWAL und drei Manager von Nestle und ITWAL. Ihnen drohen Haftstrafen von bis zu fünf Jahren.

Im März hatte das deutsche Bundeskartellamt Nestlé 20 Millionen Euro Strafe aufgebrummt, wegen Preisabsprachen unter anderem mit dem US-Konkurrenten Kraft.

Nestlé, Weltmarktführer im Lebensmittelmarkt,setzte 2012 fast 75 Milliarden Euro um und verdiente unter dem Strich 8,6 Milliarden Euro.

Mit Reuters, dpa