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Seine Anhänger lassen Erdogan hochleben

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Seine Anhänger lassen Erdogan hochleben

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Eine Woche nach Beginn der Protestwelle in der Türkei ist Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan bei seiner Rückkehr aus Nordafrika von Tausenden Anhängern bejubelt worden. Sie riefen immer wieder “Gib nicht nach”.

Erdogan denkt gar nicht daran, er bleibt hart und hält an dem umstrittenen Bauprojekt im Gezi-Park fest. Er bezeichnete die Demonstranten als Plünderer und sagte, die Proteste gegen ihn seien von Extremisten organisiert. Er erklärte: “Wir respektieren die Demokratie, die Wahlen und den Willen des Volkes. Wir erwarten also, dass uns der gleiche Respekt entgegengebracht wird.”

Erdogan hat bisher immer von einer zersplitterten Opposition profitiert. Doch nun rebellieren Teile der Gesellschaft. Sie haben es satt von ihm bevormundet zu werden und wollen sich nicht vorschreiben lassen, wie sie zu leben haben.

In der Hauptstadt Ankara gingen erneut Tausende Menschen auf die Straße. Beobachtern zufolge haben die Proteste in der Türkei nichts mit einem arabischen Frühling zu tun. Was sich in diesen Tagen besonders in Istanbul, aber auch in vielen anderen Städten der Türkei abspielt, sei wenn überhaupt mit den sozialen Unruhen 1968 in Deutschland oder Frankreich vergleichbar.