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Hochwasser: "Dramatisches Wochenende" für Magdeburg

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Hochwasser: "Dramatisches Wochenende" für Magdeburg

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Während es in Österreich ans Aufräumen geht und in Süddeutschland die Pegel fallen, rüsten Nord- und Ostdeutschland sich für die Fluten von Elbe und Saale: In Magdeburg erreichte die Elbe Jahrhunderthöchststände. Oberbürgermeister Lutz Trümper warnte seine Mitbürger vor einem “dramatischen Wochenende”: Die Stadt erlebe eine Ausnahmesituation, wie es sie nur selten gegeben habe. Ein Altenheim wurde evakuiert, andere Bewohner in den Uferbereichen wurden gewarnt, dass sie mit Ähnlichem rechnen müssen. Auch in anderen Teilen von Sachsen-Anhalt und Brandenburg wurden zahlreiche Häuser geräumt.

Mehr als 3.000 Einsatzkräfte aus dem Bundesgebiet sind laut Trümper im Einsatz, weitere 1.000 Soldaten auf dem Weg.

In Sachsen sinken die Pegel der Elbe nur langsam.

In Bayern durften die meisten Bewohner des vom Donau-Hochwasser besonders betroffenen Landkreises Deggendorf wieder in ihre Häuser zurückkehren. In Österreich kämpft man gegen die Schlammmassen, die von den Fluten zurückblieben – ein Kampf gegen die Zeit, denn die Helfer wissen: Wenn der Schlamm antrocknet, ist er nur noch schwer zu beseitigen.

Das Rekordhochwasser der Donau nähert sich derweil Ungarns Hauptstadt Budapest: Nach über 8,40 Meter Wasserstand am Morgen wird die Scheitelwelle Montagfrüh erwartet. Tausende Soldaten und Freiwillige füllen Sandsäcke und verstärken die Dämme – auch die Bewohner von Mecser weiter westlich. Hier ist man aber zuversichtlich: “Unser Dorf wurde schon 1954 völlig überflutet, auch das Haus, in dem ich geboren wurde”, erzählt ein Anwohner. “Jetzt steht das Wasser etwa so hoch wie damals, aber die Dämme sind in besserem Zustand, und wir haben mit dem Hochwasserschutz rechtzeitig begonnen, deshalb hoffe ich, dass wir Erfolg haben.”