Eilmeldung

Eilmeldung

Rekordhochwasser der Elbe steigt ab Magdeburg immer noch weiter

Sie lesen gerade:

Rekordhochwasser der Elbe steigt ab Magdeburg immer noch weiter

Schriftgrösse Aa Aa

Die Fluten der nördlichen Elbe steigen immer noch weiter: Kritisch ist die Lage ab der Einmündung der Saale, die ebenfalls starkes Hochwasser führt. Dort, bei Klein-Rosenburg, ist ein Deich gebrochen, die meisten Einwohner der Gegend hatten sich aber schon in Sicherheit gebracht.

In der nahegelegenen Großstadt Magdeburg ist der Stadtteil Rothensee evakuiert worden; Strom, Gas und Wasser wurden dort abgeschaltet. Betroffen sind rund dreitausend Menschen. Auch im Stadtteil Werder, der zwischen zwei Elbarmen liegt, sollen die Einwohner ihre Häuser verlassen.

Αm frühen Nachmittag rief die Stadt auch dazu auf, vorsorglich alle Gebiete östlich der Elbe zu räumen. Die Stadtteile dort liegen sehr niedrig und sind auf den Schutz der Deiche angewiesen. Zum allergrößten Teil liegt Magdeburg aber etwas erhöht auf dem westlichen Ufer.

Für Gebiete elbaufwärts und an Nebenflüssen gilt inzwischen größtenteils Entwarnung; das betrifft zum Beispiel Städte wie Halle und Bitterfeld. Auch an der Donau im Süden Deutschlands entspannt sich die Lage.

Vom Saaleeinfluss in die Elbe an arbeiten die Helfer aber weiter daran, Deiche zu sichern und zu verstärken. Dabei sind jedoch Grenzen erreicht; Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper weist darauf hin, mehr Sandsäcke könne man nicht mehr auf die Deiche stapeln – ab jetzt könne man nichts mehr tun. Mit allen Kräften wird aber ein Umspannwerk im Norden der Stadt gesichert, das wichtig für die Stromversorgung ist.

Der Pegel in Magdeburg geht nun auf die 7,50 Meter zu: Das sind bald achtzig Zentimeter mehr als bei der Flut von 2002 – die damals noch als “Jahrhunderthochwasser” galt. Inzwischen rüsten sich auch die Elbeanwohner weiter nördlich, in Brandenburg und Niedersachsen, für abermalige Rekordfluten.