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Datenmissbrauch beim NSA: Informant gibt Identität preis

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Datenmissbrauch beim NSA: Informant gibt Identität preis

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Ein Mann zeigt Gesicht. Der Unbekannte, der hinter den jüngsten Enthüllungen über ein massives Überwachungsprogramm des US-Geheimdienstes steht, hat seine Identität in einem Interview mit dem britischen Guardian preisgegeben. Edward Snowden sei die vergangenen vier Jahre als Techniker beim US-Geheimdienst NSA beschäftigt gewesen. Er sprach über Datenmissbrauch im großen Stil, den er mit seinem Gewissen nicht mehr habe vereinbaren können:

Snowden meint, über die Zeit hinweg baue sich da ein Berg an Unrechtsbewusstsein auf, er habe einfach darüber sprechen müssen. Doch je mehr er darüber gesprochen habe, desto öfter hörte er, das alles sei kein Problem. Bis er dann realisiert habe, dass die Öffentlichkeit selbst über den Missbrauch urteilen müsse – und nicht die Person, die bei der Regierung angestellt ist.

Snowden berichtet von einem Überwachungssystem mit Namen PRISM: Durch dieses System soll der US-Geheimdienst massenhaft Daten bei Internetdiensten wie Google, Facebook, Microsoft, Apple und Yahoo sammeln. Es geht um Passwörter, Kreditkartennummern, E-Mails, Telefongespräche.
Ein Vorwurf, den der NSA zurückweist.

Snowden ist mit den Dokumenten nach Hongkong geflohen. Er rechnet damit, nie wieder in die USA zurückkehren zu können.