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Der Lehrer der Impressionisten

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Der Lehrer der Impressionisten

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Er war einer der bedeutendsten und produktivsten Maler des Impressionismus.

Jetzt gibt es erstmals eine Werkschau des spanischen Malers Camille Pissarro im Thyssen-Bornemisza Museum in Madrid.

79 Kunstwerke aus unzähligen Museen von sind dort ausgestellt, darunter viele Landschaftsbilder. Pissarro war aber nicht nur ein großer Maler, sondern auch ein großer Nachwuchsförderer:

Guillermo Solana ist Kurator der Ausstellung: “Die meisten Impressionisten wie Monet oder Renoir hatten kein Interesse daran, zu unterrichten – Pissarro war der Einzige, der sehr großzügig mit jungen Künstlern war… Er hat Cezanne gelehrt, was Impressionismus ist. Er hat Gauguin unterrichtet und ihm geholfen, ein professioneller Maler zu werden. Vielleicht hat er sogar Van Gogh beraten. Er hat auch Malern des Neo-Impressionismus geholfen, Seurat, Seignac und sogar Matisse.”

Anhand der Landschaftsbilder in der Ausstellung kann man gut die verschiedenen Orte, an denen der Künstler gelebt und gearbeitet hat, verfolgen.

Guillermo Solana: “Die meiste Zeit seines Lebens war Pissarro Landschaftsmaler, er arbeitete hauptsächlich im ländlichen Frankreich. Er hat immer in Dörfern in der Nähe der Seine gelebt. In den 60ern scheint er der Landschaft müde geworden sein. Er war krank, er hatte eine Augeninfektion, deshalb konnte er nicht mehr im Freien malen. Damals fing er an, Städte zu zeichnen. Er ging immer gleich vor: Er suchte ein Hotel mit einer guten Aussicht, nahm ein Zimmer, installierte sein Atelier und innerhalb von 3 Monaten fertigte er eine Serie von bis zu 20 Bildern an.”

Noch bis zum 15. September sind Pissarros Werke in Madrid ausgestellt. Danach ziehen sie weiter nach Barcelona, die Ausstellung im CaixaForum eröffnet am 15. Oktober.