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Der Roboter-Kollege

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Der Roboter-Kollege

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Japan im Jahr 2013: Eine Maschinenfabrik in der Nähe von Tokio.

NEXTAGE arbeitet am Fließband, er stellt Kassenautomaten her. Sein Leben ist eintönig, doch für ihn ist das in Ordnung.

Bei seinen Kollegen ist er nämlich sehr beliebt:

“Er ist nett, er ist wie ein Mensch.”
“Er ist süß!”

Das hier sind nicht etwa Szenen aus einem Science-Fiction-Film, sondern das ist die Realität in einer japanischen Maschinenfabrik.
NEXTAGE ist ein menschenähnlicher Roboter, der von KAWADA Industries hergestellt wird.

In der Fabrik leistet er die selbe Arbeit wie seine menschlichen Kollegen:

“Er arbeitet viel präziser als wir, das motiviert uns!”

Etwa fünf Jahre lang tüftelten Wissenschaftler, bevor NEXTAGE seinen Job in der Automatenfabrik bekam.

Der Roboter verfügt über vier Kameras, zwei in den Händen und zwei in den Augen. Die blicken manchmal ein bisschen traurig drein. Kein Wunder, bei so viel Arbeit:

Atsushi Hayashi: “Er kann Nonstop arbeiten und das drei bis fünf Jahre lang. Er will nie Urlaub haben und er ist niemals krank!”

NEXTAGE arbeitet zwar sehr präzise, doch er kann nichts aus eigenem Antreib machen.

Seine “Arbeit” muss zuerst von einem Informatiker programmiert werden:

Hiroyuki Fujii: “Das ist eigentlich gar nicht kompliziert. Wir haben jede kleinste Bewegung programmiert. Man muss dann lediglich die Bewegungsmuster aneinanderfügen.”

NEXTAGE wird inzwischen industriell hergestellt. Etwa zehn Firmen haben ihren neuen Mitarbeiter bereits bestellt. Er ist nicht sehr teuer, er kostet rund 30000 Euro. Und das holt man bei seinem rund um die Uhr Arbeitsvolumen schnell wieder rein.