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Griechen verbittert über Troika-Streit: "Die lachen uns doch ins Gesicht"

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Griechen verbittert über Troika-Streit: "Die lachen uns doch ins Gesicht"

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Zum erstenmal seit dem internen Krach über den Griechenland-Kurs tritt die Troika in Athen auf. Die Mission der Experten von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und
Internationalem Währungsfonds (IWF) ist offenbar für die kommenden zehn Tage angesetzt: Inspektionen zu den Entlassungen im staatlichen Bereich und zum Konsolidierungsprogramm. Bis Ende Juni sollen 2000 Staatsbedienstete gehen, bis Ende des Jahres nochmal 2000. Insgesamt müssen bis Ende nächsten Jahres 15 000 Staatsbedienstete entlassen werden.

Es geht um die Freigabe von 3,3 Milliarden Euro Hilfsgeldern für das pleitebedrohte Euro-Land.

Vassilis, ein arbeitsloser Athener:

“Die machen uns doch zu Idioten – und lachen uns noch ins Gesicht. Sogar ich habe das alles schon vor dem ersten Rettungspaket kommen sehen: das zerstört unsere Wirtschaft, die Gesellschaft und das Land. Und die haben das sogar studiert – das muss ihnen doch klar gewesen sein.”

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte “bedeutende Misserfolge” bei der Griechenland-Rettung eingeräumt, man habe Reformfähigkeit und Belastbarkeit überschätzt und den Schuldenschnitt verschleppt.

Die griechische Wirtschaft schrumpft und rutscht immer weiter in die Deflation. Für 2015/16 befürchtet die Troika ein neues Budgetloch von 4,2 Milliarden Euro.

Mit dpa