Eilmeldung

Eilmeldung

"Wenn die Börse kracht, liegen die Spekulanten im Schutt, nicht Tayyip Erdoğan"

Sie lesen gerade:

"Wenn die Börse kracht, liegen die Spekulanten im Schutt, nicht Tayyip Erdoğan"

Schriftgrösse Aa Aa

Unversöhnliche Angriffe auf demonstrierende Regierungskritiker und angedeutete Verschwörungsthesen haben die Börse in Istanbul weiter in den Keller geschickt.

Zum Beispiel so:

Die Bevölkerung solle doch ihr Geld bei staatlichen und nicht bei privaten Banken deponieren, sagte Ministerpräsident RecepTayyip Erdoğan. Verantwortliche der Proteste würden zur Rechenschaft gezogen – wen er damit meint, sagte er aber nicht.

Rund 19 Prozent hat die Börse seit Beginn der Proteste vor zehn Tagen verloren – erst ging es gegen den Bau eines Einkaufszentrums auf einer Grünfläche in Istanbul, dann gegen die Regierung Erdoğan.

Dessen Aussagen markierten eine Kehrtwende, so der Analyst Timothy Ash (Standard Bank), “die Regierung scheint auf Kollisionskurs mit ausländischen Investoren auf den Finanzmärkten.”

Erdogans Antwort: Augen zu und durch.

“Wenn die Börse in Istanbul zusammenbricht, werden die Spekulanten im Schutt liegen, nicht aber Tayyip Erdoğan,” sagte er am Wochenende. Und rumms – waren am Montag wieder knapp 2,5 Prozent vom Index (XU100) weg.

Mit Reuters