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Türkische Polizei zeigt Härte

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Türkische Polizei zeigt Härte

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Nach anhaltenden Protesten hat der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan Gesprächsbereitschaft signalisiert. Er will sich am Mittwoch mit den Führern der Protestbewegung an einen Tisch setzen. Die Initiative geht von Mitgliedern der Gezi Park Bewegung aus, die die Proteste in der Türkei beenden wollen. Diese hatten sich vor rund einer Woche an einer Demonstration von Umweltschützern entzündet. Kurz darauf schlossen sich Zehntausende Regierungsgegner zusammen, die den Rücktritt Erdogans fordern. Sie empfinden seine Politik als zu autoritär und repressiv.

Als Zeichen des Widerstands haben zahlreiche Menschen auf dem Taksim-Platz in Istanbul weiter ihre Zelte aufgeschlagen.

In anderen Teilen der Stadt sowie in Adana und Ankara ging die türkische Polizei erneut mit Tränengas gegen Demonstranten vor. In Adana nahm sie mehr als ein Dutzend Nutzer des sozialen Netzwerks Twitter fest. Vorwurf: Sie würden zu Unruhen anstacheln. Wie im Arabischen Frühling kommunizieren die Demonstranten hauptsächlich über Twitter und Facebook.

Seit Beginn der Proteste starben drei Demonstranten, etwa 5000 Menschen wurden verletzt. Das brutale Vorgehen der Sicherheitskräfte wurde von westlichen Mächten stark kritisiert. Am Sonntag hatte Erdogan den Demonstranten gedroht, Geduld habe ihre Grenzen.