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Neue Gewalt überschattet Erdogans Treffen mit Regierungsgegnern

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Neue Gewalt überschattet Erdogans Treffen mit Regierungsgegnern

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Angesichts der anhaltenden Proteste will sich Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan heute mit Vertretern der Demonstranten treffen. Zuletzt ermahnte er die Regierungsgegner, die Proteste zu beenden, es gebe keine Toleranz mehr.

So griff auch in dieser Nacht die türkische Polizei hart durch. Sicherheitskräfte räumten den Taksim-Platz in Istanbul. Tränengas, Gummigeschosse und Wasserwerfer kamen zum Einsatz. Die Demonstranten warfen Molotow-Cocktails und Steine.

Der Gouverneur von Istanbul, Hüseyin Avni Mutlu, gab den Demonstranten die Schuld an der Eskalation: “Bis die Gegend um den Taksim Platz von den Randgruppen geräumt und wieder für die Öffentlichkeit frei ist, werden wir Tag und Nacht unsere Vorkehrungen treffen. Ich appelliere an alle, die Polizei dabei zu unterstützen.”

In der Nacht trantsportierten Notarztwagen die Verletzten ab. In einem Hotel wurde ein improvisiertes Krankenhaus eingerichtet. Auch in Ankara kam es erneut zu Zusammenstößen.

Aus den USA verlautete, UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und die US-Regierung verfolgten die Ereignisse mit Besorgnis. Die türkischen Behörden sollten die fundamentalen Freiheiten der Menschen verteidigen.