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Steuern: Der gläserne EU-Bürger kommt


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Steuern: Der gläserne EU-Bürger kommt

Einkünfte, die Bürger im EU-Ausland erzielen, sollen künftig den Steuerbehörden automatisch zugänglich sein. Von 2015 an sollen Informationen über alle Arten von Einkommen unter den Steuerbehörden der 27 Mitgliedstaaten automatisch ausgetauscht werden, so ein Vorschlag der EU-Kommission. Ende Mai hatte ein EU-Gipfel beschlossen, verschärft gegen grenzüberschreitende Steuerflucht vorzugehen.

Algirdas Šemeta, EU-Kommissar für Steuern:

“Der Vorschlag der Kommission: Ein erweiterter automatischer Informations-Austausch zwischen den EU-Steuerbehörden. Dividenden, Kapitalerträge, alle anderen Finanzerträge und Kontostände sollen auf die bereits umfangreiche Liste der Informationen kommen, die künftig automatisch ausgetauscht werden.”

Schon beschlossen: Von 2015 an werden im Rahmen des Gesetzes
zur gegenseitigen Amtshilfe Daten über Gehälter,
Aufsichtsratsvergütungen und andere Einkünfte gegenseitig mitgeteilt.

Durch Steuerbetrug und Steuerhinterziehung entgeht den EU-Staaten jedes Jahr insgesamt eine Billion Euro.

Mit dpa

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