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Ankara kommt nicht zur Ruhe

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Ankara kommt nicht zur Ruhe

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In Istanbul ist es in der Nacht ruhig geblieben. Neue Zusammenstöße gab es hingegen in Ankara, wo sich der Ministerpräsident mit den Vertretern der Protestbewegungen traf. Viele Gruppen boykottierten jedoch das Treffen.

Wie auch schon in den Tagen zuvor setzte die Polizei Tränengas und Wasserwerfer gegen die Demonstranten ein, mehrere Menschen warfen Steine. Insgesamt sind bei den Protesten der letzten Tage drei Menschen ums Leben gekommen, fast 5000 weitere wurden verletzt.

Die Demonstrationen begannen im Gezi-Park, den Umweltschützer besetzten, um gegen ein Bauprojekt zu protestieren. Innerhalb weniger Tage schlossen sich Zehntausende Menschen zusammen, um die Politik der Regierung anzuprangern. Für die Türkei ist es eine unvergleichliche Protestwelle, die auf Dutzende Städte übergriff. Für Recep Tayyip Erdogan sind die Proteste eine der größten Herausforderungen in seiner zehnjährigen Amtszeit.