Eilmeldung

Eilmeldung

Sie lesen gerade:

Aufzug in luftige Höhen


Sci-Tech

Aufzug in luftige Höhen

Ein Aufzug, der einen nicht nur in die 4. Etage, sondern gleich einen Kilometer weit nach oben bringt. Die finnische Aufzugsfirma KONE macht’s möglich: Der “UltraRope” verdoppelt die bisher mögliche Förderhöhe von 500 Metern. Die neue Technologie eliminiert die Nachteile eines herkömmlichen Stahlseils und eröffnet neue Möglichkeiten im Hochhausbau.

Den Technischen Leiter des Unternehmens traf euronews-Reporter Ali Mai im Helikopter über London:

Ali May: “Was ist das Neue an diesem Aufzug?”

Johannes de Jong: “Das hier. Es ist ein sehr leichtes neues Seil. Es ist viel leichter als ein normales Stahlseil und auch viel stärker. Mit diesem Seil können wir – zum Beispiel bei einem 560 Meter hohen Gebäude das Seilgewicht um 95 Prozent reduzieren, nur fünf Prozent des normalen Gewichts bleiben übrig. Bei dieser Höhe beträgt das Seilgewicht mehr als 60 Prozent des Gesamtgewichts des Aufzugs.”

Ali May: “Aus welchem Material besteht das? Was ist der Unterschied zwischen herkömmlichen Seilen und diesem?”

Johannes de Jong: “Herkömmliche Seile sind hochfeste Stahlseile. Dieses Seil ist aus Kohlefaser mit einer speziellen HFC-Beschichtung (High-Friction Coating), dank der die richtige Reibung erreicht wird.”

Rund 20 neue Gebäude mit einer Höhe von mehr als 500 Metern werden derzeit auf der ganzen Welt geplant. Viel höher als das “The Shard”-Hochhaus in London – mit 310 Metern das höchste Gebäude in Westeuropa.

Die Faszination für hohe Gebäude geht weit zurück, denkt man an die 4000 Jahre alten Pyramiden von Gizeh.
Dank der neuen Technologie konnte die bisherige Höhenschranke durchbrochen werden. Es bleibt abzuwarten, was diese Innovation für die Zukunft der Hochhäuser bedeutet.

Auswahl der Redaktion

Nächster Artikel
Unterwasser-Überwachungssysteme: Echo aus der Tiefe

futuris

Unterwasser-Überwachungssysteme: Echo aus der Tiefe