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Countdown zur Präsidentenwahl im Iran

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Countdown zur Präsidentenwahl im Iran

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Zum Wahlkampfende im Iran zeichnet sich noch immer kein Favorit ab: Unabhängige Meinungsumfragen gibt es nicht.

Einem moderaten Kandidaten und drei Hardlinern werden die größten Chancen ausgerechnet. Zu letzteren gehört Said Dschalili mit seiner regimetreuen Linie, bekannt als Atomchefunterhändler des Irans. Allerdings versagen ihm Klerus und Amtsinhaber Mahmud Achmadinedschad die Unterstützung. Dschalili ist beliebt bei Islamisten und Konservativen.

Teherans konservativer Oberbürgermeister Mohammed Bagher Ghalibaf hofft auf zahlreiche Stimmen aus der Hauptstadt. Während seiner Amtszeit vermied er es, sich mit ideologischen Vorgaben in das Privatleben der Menschen einzumischen, was ihn beliebt machte.

Der frühere konservative Außenminister Ali-Akbar Welajati wird von einflussreichen Klerus-Kreisen vorgezogen. Für den Fall, dass er die Wahl gewinnt, kündigte er einen gemäßigteren Kurs an.

Gute Chancen werden auch dem moderaten Kleriker Hassan Ruhani ausgerechnet. Er gilt als Favorit im Reformlager. Zu seinen Anhängern zählen zwei frühere Präsidenten, Akbar Haschemi Rafsandschani und Mohammed Chatami.

Der Nachfolger von Achmadinedschad erbt eine stark angeschlagene Wirtschaft, sowie eine hohe Arbeitslosigkeit und Inflation. Internationale Sanktionen lasten auf dem Land. Was die Atompolitik und die Unterstützung für das Regime in Damaskus angeht, gibt es keinen Handlungsspielraum für den neuen Präsidenten: Beides ist Sache des politischen und Religiösen Führers Ali Chamenei.

Bereits im Vorfeld der Wahl kritisierten die USA und Israel, dass der Urnengang im Iran weder fair, noch frei sei.