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Der neue Airbus fliegt - für 200 Millionen Euro ist er "spontan" zu haben

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Der neue Airbus fliegt - für 200 Millionen Euro ist er "spontan" zu haben

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Toulouse, Frankreich, kurz nach 10.00 Uhr morgens: Der Airbus A 350 fliegt. Acht Jahr Entwicklung: vergessen. Genauso Rückschläge und Terminverschiebungen, und mehr als 11 Milliarden Euro Kosten für das Langstrecken-Großraumflugzeug mit rund15.000 km Reichweite.

Über den Köpfen von 10.000 Mitarbeitern und Neugierigen hob eine sechsköpfige Crew ab, gesichert mit Fallschirmen und mit Tonnen von Testausrüstung an Bord – später sollen es bis zu 350 Passagiere werden.

Ein Mitarbeiter:

“Ein neues Flugzeug zum ersten Mal losfliegen zu sehen, all die Arbeit, die da drinsteckt …. das ist bewegend.”

Auch die Konkurrenten von Boeing sind gespannt, wer im Wettkampf um leichte, spritsparende Langstreckenmodelle am Ende die Nase vorn hat. Wenige Tage vor der Luftfahrtmesse in Le Bourget steht es 617 Airbus A 350-Bestellungen zu 890 für den 787 Dreamliner von Boeing.

Im ersten Quartal hängte die EADS-Tochter den US-Konzern mit netto 410 zu 209 Bestellungen ab. Kostenpunkt für den A 350: Bis zu 250 Millionen Euro laut Preisliste.

Der Markt ist riesig: Boeing sieht für die nächsten 20 Jahre weltweit einen Bedarf von gut 35 000 neuen Flugzeugen.

Erst kürzlich hat die Airbus-Konzernspitze ihre Zielvorgabe für 2013 von 700 auf 800 Maschinen hochgesetzt. EADS-Chef Tom Enders: “Es gibt immer noch Raum für Spontanität.”

Mit dpa, Reuters