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Ehemaliger iranischer Außenminister kandidiert für Präsidentenamt

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Ehemaliger iranischer Außenminister kandidiert für Präsidentenamt

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Ali Akbar Welajati ist wahrscheinlich der ernsthafteststete Konkurrent des Favoriten Said Dschalili. Er gilt als konservativ und regimetreu. Der Kinderarzt fährt aber einen moderateren Kurs als Dschalili, besonders im Atomstreit. Welajati kündigte an, als Präsident einen Kompromiss mit dem Westen suchen zu wollen, um unnötige Konfrontationen zu vermeiden.

2013 ist die erste Präsidentschaftskampagne des 67- Jährigen. Besonders einflussreiche Kleriker unterstützten den Kandidaten.

Welajati begann seine politische Karriere Anfang der 80er, nach der islamischen Revolution zieht er als Abgeordneter ins Parlament. 16 Jahre lang war Welajati Außenminister des Landes. Eine gute Voraussetzung für die diplomatische Arbeit, die ihm in westlichen Kreisen den Ruf eines Pragmatikers einbringt.

Seit 1997 bis heute agiert er als außenpolitischer Berater des obersten Führers, Ajatollah Ali Chamenei. Als dessen einflussreicher Vertrauter steht Welajati seit vielen Jahren auf der politischen Bühne, oft an der Seite von Ahmadinedschad.

Auch wenn er heute gemäßigtere Töne anschlägt, was die Außenpolitik seines Landes angeht, war dies nicht immer der Fall.

In der Vergangenheit kritisierte er immer wieder die Vereinigten Staaten und Israel. 2002 ging er sogar so weit, George Bush mit Hitler zu vergleichen.

Heute spekulieren Experten, dass sich Welajati mit dem Bürgermeister von Teheran Mohammed Bagher Ghalibaf verbünden könnte. Die beiden Regimetreuen vertreten ähnliche Meinungen und gelten als moderat.