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Internationale Solidarität mit aufgelösten Staatssender

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Internationale Solidarität mit aufgelösten Staatssender

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Vor der griechischen Botschaft in Brüssel demonstrierten rund 100 belgische Journalisten gegen die Entscheidung den Sender aufzulösen. In einer Solidaritätsadresse, die sie in der Botschaft abgaben, forderten sie die unverzügliche Wiederaufnahme des Sendebetriebes.

“Es passiert hier nur wenige hundert Kilometer von Brüssel entfernt. Und wenn andere Krisenstaaten zu ähnlichen Maßnahmen greifen, dann ist das sehr gefährlich”, meint der Präsident des belgischen Journalistenverbandes Marc Van de Looversboch.

Auch die Europäische Rundfunkunion EBU schloss sich den Protesten gegen die Auflösung von ERT an. Generaldirektorin Ingrid Deltenre und EBU-Präsident Jean Paul Pilippott verlangten bei einem Besuch in Athen die Rücknahme der Entscheidung: “Ich verteidige die Meinungsfreiheit und die Möglichkeit für Journalisten professionell zu arbeiten. Präsident Barroso unterstützt die Rolle der öffentlich rechtlichen Sender als Teil der europäischen Demokratie. Deshalb bin ich hier”, erklärte Philippot.

Die ERT finanzierte sich aus der monatlichen Rundfunkgebühr von 4,30 Euro. 2011 kamen so 330 Millionen Euro zusammen, das ist mehr als das Budget aller privaten griechischen Fernsehsender zusammen. Dennoch betrug der Marktanteil von ERT nur 10 %.