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Iran wählt neuen Präsidenten, aber keine neue Politik

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Bei den Präsidentschaftswahlen im Iran zeichnet sich ein Vierkampf ab. Das religiöse Oberhaupt des Landes Ayatollah Chamenei rief zu einer regen Wahlbeteiligung auf. Die beiden konservativen Kandidaten, der ehemalige Außenminister Ali-Akbar Welajati und teherans Bürgermeister Mohammed Bagher Ghalibaf erreichten im Vorfeld keinen Konsens. Das könnte dem regimetreuen Hardliner Said Dschalili in die Hände spielen. Er gilt als Favorit und kann auf die Stimmen der Konservativen, der Islamisten und der Anhänger Ahmadinedschads zählen. Seine Devise: Widerstand und keine Kompromisse. Auch der Reformkandidat Hassan Ruhani verspricht keinen dramatischen Kurswechsel. Der Kleriker wird von den Ex-Präsidenten Mohammed Chatami und Akbar Haschemi Rafsandschani unterstützt und kann auch auf Proteststimmen gegen das Establishment hoffen. Wie Welajati will er ein Ende der Konfrontation mit dem Westen, besonders im Atomstreit, aber kein Ende der Urananreicherung. Offiziell sind die Wahllokale bis 15.30 Uhr geöffnet, dürften jedoch erst gegen 21.30 Uhr schließen. Die Ergebnisse sollen laut Innenministerium am Samstagmorgen bekanntgegeben werden.