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Samaras' Alleingang belastet griechische Koalition

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Samaras' Alleingang belastet griechische Koalition

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Beim griechischen Staatsrundfunk ERT geht der Sendebetrieb auch nach der offiziellen Schließung vorerst weiter. Im Athener Funkhaus harren einige ehemalige Angestellte der öffentlichen Radio- und Fernsehprogramme aus – sie wollen sich nicht vertreiben lassen und senden über das Internet.

“Wir arbeiten weiter. So können wir durchhalten. Psychologisch ist uns das eine große Hilfe um weiterzukommen, und um unseren Job so gut wie möglich zu machen”, sagt die ERT-Journalistin Machi Nikolara.

Am vergangenen Dienstag hatte der konservative Ministerpräsident Antonis Samaras im Alleingang die Schließung des Senders verkündet und damit einen landesweiten Generalstreik provoziert. Und auch Samaras sozialistische Koalitionspartner sind seither verstimmt.

“Wenn einige Menschen die PASOK unterschätzen, glauben, dass PASOK sich vor etwas furchtet, gar Angst vor Neuwahlen hat, dann machen diese einen tragischen, historischen Fehler. Das Land braucht Stabilität, eine Strategie für die Zukunft und eine saubere Regierung”, so der Parteivorsitzende der sozialdemokratischen PASOK, Evangelos Venizelos, im griechischen Parlament.

In ganz Griechenland sind 2700 ERT-Angestellte von der Schließung betroffen. In Athen und anderen Städten des Landes gingen auch am Donnerstag wieder tausende Menschen für einen Erhalt des Senders auf die Straße.

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