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Knapp, aber absolut: Ruhani gewinnt Präsidentschaftswahl

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Knapp, aber absolut: Ruhani gewinnt Präsidentschaftswahl

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Hassan Ruhani hat die Präsidentschaftswahl im Iran gewonnen. Der 64-Jährige erhielt 50,7 Prozent der Stimmen und erreichte damit knapp die erforderliche absolute Mehrheit, teilte das Innenministerium mit. Auf Teherans Bürgermeister Mohammed Bagher Ghalibaf entfielen 16,6 Prozent, für Said Dschalili stimmten 11,4 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 72 Prozent.

Ruhani gilt als gemäßigt und war der einzige Geistliche unter den einst acht Kandidaten. Im Vorfeld der Wahl hatten sich die beiden früheren Präsidenten Akbar Haschemi Rafsandschani und Mohammed Chatami für den promovierten Juristen ausgesprochen. Um sich nicht gegenseitig die Stimmen zu nehmen, hatte der ebenfalls gemäßigte Bewerber Mohammed Reza Aref seine Kandidatur zurückgezogen.

Ruhani wird damit Nachfolger von Mahmud Ahmadinedschad, der nach zwei Amtszeiten in Folge nicht erneut antreten durfte. 2003 machte ihn Chatami zum Atom-Chefunterhändler, 2005 – kurz nach der Wahl Ahmadinedschads – trat Ruhani von diesem Posten zurück. Unter der Führung des 64-Jährigen erfolgte ein zeitweiliger Stopp der Urananreicherung. Seinen Wahlkampf bestritt er unter dem Motto “Besonnenheit und Hoffnung” und prangerte dabei unter anderem die hohe Präsenz von Sicherheitskräften im Alltag an.