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Iran: Wahl 2009 bleibt im Hinterkopf

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Iran: Wahl 2009 bleibt im Hinterkopf

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Der Iran hat gewählt. Rund 50 Millionen stimmberechtigte Bürger waren am Freitag aufgerufen, den Nachfolger des scheidenden Präsidenten Mahmud
Ahmadinedschad zu bestimmen.
Denken die Iraner an die vorangegange Wahl im Jahr 2009 zurück, kommen ihnen unweigerlich die massiven Proteste, die Grüne Bewegung, der Vorwurf des Betrugs und die Gewalt des Regimes in den Kopf.

“Trotz der Dinge, die 2009 passiert sind und trotz des üblen Gefühls, das dadurch bei den Leuten ausgelöst wurde, sind sie zur Wahl gegangen und haben so gezeigt, dass sie die Lage im Land ändern können”, sagt ein Iraner.

“Man sollte aufhören, andere Länder zu bedrohen und Politik zu betreiben, die Spannungen auslöst und Sanktionen nach sich zieht”, meint ein Wähler. “Andererseits müssen wir anerkennen, dass der nächste Präsident der Präsident der Islamischen Republik sein wird, inklusive all ihrer Eigenheiten. Er kann bei Reformen nicht vorangehen oder die Opposition anführen.”

Für einen kompletten Kurswechsel wird Ahmadinedschads Nachfolger aller Voraussicht nach nicht sorgen. Denn über allen schwebt ja immer noch der eigentliche Entscheider, Revolutionsführer Ali Chamenei.