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Anti-G8-Proteste: "Sie gießen Öl ins Feuer"


Großbritannien

Anti-G8-Proteste: "Sie gießen Öl ins Feuer"

In Nordirland haben zahlreiche Menschen gegen das Treffen der G8 demonstriert. Bei einer nicht genehmigten Kundgebung zogen rund 20 zum Teil vermummte Demonstranten durch die Straßen der nordirischen Hauptstadt Belfast. Die Polizei nahm einige von ihnen fest. Der Protestzug fand in der Nähe der Waterfront Hall statt, wo US-Präsident Barack Obama gerade eine Rede vor Studenten hielt.

Zur gleichen Zeit demonstrierte die Hilfsorganisation Oxfam vor dem Belfaster Rathaus gegen den Syrien-Krieg. Sie hatten Grabsteine aufgestellt für die fast 100 000 offiziellen Kriegstoten. Die Aktivisten fordern eine Lösung von den G8-Politikern.

Eine Oxfam-Sprecherin sagte: “Es könnte nicht mehr auf dem Spiel stehen. Die G8-Führer müssen eine politische Lösung für diese Krise finden und nicht mehr Waffen in den Konflikt geben, damit gießen sie Öl ins Feuer. Die Syrer brauchen unbedingt Hilfe. Acht Millionen Menschen brauchen Hilfe.”

An einem Berghang bei Belfast wurden die G8-Politiker mit einer großen Botschaft als Kriegsverbrecher bezeichnet. Allerdings konnten die Staats- und Regierungschefs es nicht sehen, ihr Tagungsort in Enniskillen ist gut 120 Kilometer vor Belfast entfernt.

Wesentlich näher dran waren andere Demonstranten. Mit zwei Wikinger-Booten fuhren sie über einen See ganz in der Nähe von Enniskillen. Die Demonstranten, die Masken der Politiker trugen, forderten unter anderem, mehr gegen Hunger und Steuerflucht zu tun.

Weiterführende Links

Gastgeberseite der britischen Regierung zum G8-Gipfel
Mitteilung der deutschen Regierung zum G8-Gipfel
Oxfam-Statement zum Gipfel

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