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Britischer Geheimdienst soll G20-Teilnehmer bespitzelt haben

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Britischer Geheimdienst soll G20-Teilnehmer bespitzelt haben

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Nun werden auch die britischen Inseln von schwerwiegenden Spitzelverdächtigungen erschüttert. Nach Informationen der Tageszeitung “The Guardian” soll der britische Nachrichtendienst GCHQ während des G20-Treffens in London 2009 Telefonanrufe abgehört und die Computer von Delegierten überwacht haben. Unter anderem seien Vertreter aus der Türkei und Südafrika betroffen gewesen. Als Quelle nennt “The Guardian” Dokumente des ehemaligen US-Spions Edward Snowden. Der damalige britische Premierminister Gordon Brown sei über die Aktionen informiert worden. Die gewonnenen Daten seien unter anderem an britische Minister weitergeleitet worden, um ihnen für folgende Verhandlungen einen Wissensvorsprung zu verschaffen, heißt es in dem Artikel.

Vor einer Woche noch hatte der britische Außenminister William Hague Vorwürfe zurückgewiesen, der britische Geheimdienst sei dank der Zusammenarbeit mit dem US-Dienst NSA widerrechtlich an Daten gelangt:
“Es wurde angedeutet, dass das GCHQ unsere Partnerschaft mit den USA nutzt, um britisches Gesetz zu umgehen und an Informationen zu kommen, die auf rechtlichem Wege nicht zu erhalten sind. Ich will eindeutig betonen, dass die Anschuldigungen haltlos sind.”

Alle Informationen, die sich der Geheimdienst dank der NSA unter anderem über britische Bürger verschaffte, habe man im Rahmen der geltenden Gesetze erhalten, betonte Hague.