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Im Hintergrund singen die wahren Stars

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Im Hintergrund singen die wahren Stars

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Mit Background Sängern, den diskreten Stars aus der zweiten Reihe, befasst sich Morgan Neville in seiner Dokumentation “Twenty Feet from Stardom” und richtet den Scheinwerfer auf einige der wahren Legenden des Musikgeschäfts. Sie begleiten berühmte Musikgrößen und singen vor Millionen Menschen auf den Bühnen dieser Welt. Doch ihre Namen, die kennt kaum einer, zu Unrecht, findet Neville. “Ich habe rund 65 Background Sänger interviewt und viel Zeit mit ihnen verbracht. Viele von ihnen sind herausragende Künstler aber eben keine Stars. Zumindest verstehen sie sich selbst nicht als solche. Ich fühlte mich magisch angezogen von diesen außergewöhnlichen Frauen, die bestimmt riesige Stars geworden wären, hätten es nur einen großen Hit gegeben.”

Manchmal kommt der Erfolg auch unbeabsichtigt. Soul-Sängerin Merry Clayton stand mit Größen wie Elvis Presley, Tom Jones, Carole King und Joe Cocker auf der Bühne. Der Auftritt mit den Rolling Stones, bei dem sie mit Mick Jagger im Duett sang, brachte der Frau mit der grandiosen Stimme internationale Anerkennung.

“Ich finde es einfacher, im Hintergrund für andere zu singen”, sagt Merry Clayton. “Ich habe mit Lisa Fisher darüber gesprochen. Die meinte: Man stellt sich in den Hintergrund, kassiert seinen Scheck und geht. Man muss sich keine Sorgen um die Band machen, keinen Manager bezahlen und keinen Agenten. All das braucht man als Background Sänger nicht. Allerhöchstens einen Agenten, der Dir Auftritte organisiert.”

Die Dokumentation glänzt mit Archivaufnahmen, Konzertmitschnitten und Interviews. Auch Stars aus der ersten Reihe wie Bruce Springsteen, Stevie Wonder, Mick Jagger oder Sting kommen zu Wort.