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Knatsch zwischen Barroso und Hollande

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Knatsch zwischen Barroso und Hollande

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Der Weg für Verhandlungen über die größte Freihandelszone der Welt ist frei. Spitzenpolitiker der Europäischen Union und der USA kündigten am Rande des G8-Gipfeltreffens in Nordirland an, die erste Gesprächsrunde könne bereits Anfang Juli in Washington starten.
Weil sich die Regierung in Paris bei EU-internen Gesprächen mit der Forderung durchgesetzt hatte, Film und andere Medien aus den Gesprächen zunächst auszuschließen, hatte EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso die Haltung als reaktionär bezeichnet. Gemeint war damit der französische Präsident Francois Hollande, der darauf ärgerlich reagierte. Frankreich, das Film, Medien und Musik staatlich fördert, befürchtet, die üppigen Subventionen andernfalls streichen zu müssen. Für die so genannte exception culturelle hatte sich vor kurzem auch die in Cannes ausgezeichnete französische Schauspielerin Berenice Bejo stark gemacht. Doch auch in Frankreich gibt es Stimmen, die den Staatsprotektionismus kritisieren.