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"Manche nennen sich links und sind kulturell extrem reaktionär"

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"Manche nennen sich links und sind kulturell extrem reaktionär"

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Die EU-Staaten haben sich nach längerem Streit auf eine gemeinsame Verhandlungsbasis für ein Freihandelsabkommen mit den USA geeinigt. Zuvor hatte sich Frankreich innerhalb der EU im letzten Moment durchgesetzt: Über Film, Musik und andere Medien wird zunächst nicht verhandelt.

Nicht gerade die helle Freude für EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso:

“Die Integration von zwei der am weitesten entwickelten, modernsten und bestimmt größten Volkswirtschaften der Welt kann keine leichte Aufgabe sein. Aber wir werden überzeugende Antworten auf berechtigte Sorgen finden. Wir werden Antworten auf haarige Fragen finden, wir behalten unser Ziel im Auge und wir werden Erfolg haben.”

Im Klartext: “Manche nennen sich links,” so Barroso zur International Herald Tribune, “aber im Endeffekt sind sie kulturell extrem reaktionär” – und einen Teil der Globalisierungs-Gegnerschaft finde er völlig reaktionär.

Paris fürchtet Nachteile für seine Kulturindustrie, wenn beim Abschluss eines Freihandelsabkommens Subventionen wegfallen.

Barroso erhofft von dem Abkommen für die EU pro Jahr 120 Milliarden Euro mehr Wirtschaftsleistung und 400.000 neue Arbeitsplätze.

Deutschland winken laut IFO-Institut 180.000 neue Jobs und 4,7 mehr Wirtschaftsleistung, Frankreich 2,6 Prozent Zuwachs.

Mit dpa