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Starke Verkaufszahlen zum Auftakt der Pariser Luftfahrtmesse

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Starke Verkaufszahlen zum Auftakt der Pariser Luftfahrtmesse

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Der Wirtschaftskrise in Europa zum Trotz erfreut sich die Luftfahrtindustrie guter Gesundheit. Das zumindest zeigen die ersten Verkaufszahlen zum Auftakt der 50. Pariser Flugmesse in Le Bourget. Airbus konnte als Erster punkten: ein Vertrag über 100 Mittelstrecken-Flieger aus der A320-Familie mit Lufthansa. Die deutsche Fluggesellschaft bestellte sowohl den brandneuen A320 Neo, als auch das bisherige, mit Sharklets ausgestattete Modell.

“Die zusätzlichen Flügelspitzen sind eine technische Verbesserung, die Treibstoffeinsparungen ermöglicht und die Umwelt entlastet, so Nico Buchholz , Chef des Lufthansa Flottenmanagements Nico Buchholz.

Bei Airbus und Boeing summierten sich die Bestellungen nach eigenen Angaben schon am ersten Messetag auf Milliardenbeträge. Airbus verkaufte 20 Exemplare seines Flaggschiffs A380. Der 787 Dreamliner von Boeing ist der andere Star der Flugmesse. Ein Vertrag über sechs Langstreckenjet mit der arabischen Fluggesellschaft Qatar Airways ist unter Dach und Fach. Besuch an Bord des Dreamliners mit Flurbegleiterin Aikaterini Lakouri. “Das ist unser neuer Apparat, der 787 in luxuriöser Ausstattung. Die Sitze sind völlig anders, als bei anderen Maschinen, bieten viel mehr Komfort. Wir sorgen für ein 5-Sterne-Erlebnis an Bord.”

Zu spüren ist der Fortschritt nicht nur in den Passagierreihen, sondern auch im Cockpit, erläutert Pilot Ali Alemadi. “Die Maschine verfügt über eine brandneue Technologie und ist anders, als alle anderen Flugzeuge. Sie ist stärker computergesteuert, lässt sich einfacher manövrieren.”

Mit über 2200 Ausstellern aus mehr als 40 Ländern gibt die Pariser Luftmesse einen Überblick über neue Luftfahrzeuge und Produkte. Dazu gehört auch der erste Airbus A380 für British Airways. Der neue Riese, schon vor einiger Zeit bestellt, jetzt endlich ausgeliefert, wird den regulären Betrieb im Juli zunächst auf ausgewählten Strecken innerhalb Europas aufnehmen.

Kein Glück hatten die Veranstalter mit dem Wetter. Die Luftfahrtmesse von Le Bourget eröffnete bei heftigen Gewittern mit starken Regenfällen. Wegen der Gefahr von Hagel und starker Windböen mussten für den Vormittag geplante Vorführungsflüge zunächst verschoben werden. Abheben konnten die Flieger dann schließlich doch. Gestaunt wurde etwa über den Militärtransporter von Airbus A400M, das Lastentier der Lüfte.

Ursprünglich war die Einführung schon für Anfang 2008 vorgesehen. Aber das erste große Militär-Projekt von Airbus war von Pannen verfolgt. Wegen wiederholter Triebwerks- und Zertifizierungsprobleme musste die Auslieferung mehrere Male verschoben werden.

Ihre ersten Maschinen nahmen die französischen Luftstreitkräfte auf der Pariser Messe entgegen.

Am Eröffnungstag zeigte außerdem die französische Kunstflugstaffel Patrouille de France ihre akrobatischen Künste.