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Bordeaux-Winzer: "Das ist nicht unser Krieg"

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Bordeaux-Winzer: "Das ist nicht unser Krieg"

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Werden wir zermahlen zwischen Solarpanelen, Luxusautos und Stahlrohren? Das Thema Handelskrieg zwischen EU und China beherrscht die Vinexpo in Bordeaux, Frankreich, eine der größten Messen für Weine und Spirituosen. Nach Strafzöllen auf chinesische Billig-Solartechnik prüft China Dumping-Vorwürfe gegen europäische Winzer.

China importierte im vergangenen Jahr 430 Millionen Liter Wein. Mehr als zwei Drittel kamen aus der EU, so die Zahlen des chinesischen Zolls – 40 Prozent aus Frankreich. Und nach einer Vinexpo-Studie sollen die Chinesen bis 2016 noch einmal 40 Prozent mehr Weinflaschen köpfen.

Auf der Messe “business as usual”: Unter den rund 2.400 Ausstellern aus 44 Ländern sind auch 18 aus China – beim letztenmal waren es erst 2 gewesen. Die Vinexpo wird abwechselnd in Frankreich und Hongkong ausgerichtet.

Ja, man sei wachsam, heißt es bei den Winzern der Region Bordeaux – für sie ist China der Markt Nummer eins. Man sei aber frustriert, möglicherweiser als Geiseln in einem Handelsstreit genommen zu werden. Allan Sichel, Sprecher der Händler von Bordeaux:
“Das ist nicht unser Krieg”.

Mit AFP