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G8: Steueroasen als Fata Morgana

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G8: Steueroasen als Fata Morgana

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Multinationale Unternehmen sollen künftig ihre Einkünfte nach Ländern getrennt ausweisen, das
Verschieben von Gewinnen in Niedrigsteuer-Gebiete soll schwerer werden und Steueroasen sollen sich in die Bücher kucken lassen – das haben sich die G8-Länder auf dem Gipfel in Nordirland vorgenommen.

Eine Grundsatzentscheidung, meint Gastgeber David Cameron:

Er freue sich erst einmal, dass nun über ein EU-US Freihandelsabkommen gesprochen werde, so der britische Regierungschef, das .könne wichtiger werden als alle anderen bilateralen Handelsvereinbarungen.

“Dieses G8-Treffen hat auch einen mutigen, neuen Wirtschaftsplan angepackt: Steuerhinterziehung, aggressive Steuervermeidung und Geschäftsgeheimnisse. Denn im Klartext: Wer eine Wirtschaft mit niedrigen Steuersätzen will – und ich meine, das ist ausschlaggebend für Wachstum – muss die fälligen Steuern auch einsammeln: Das ist nur fair gegenüber Unternehmen und Menschen, die sich an die Regeln halten – und auch für die Entwicklungsländer von entscheidender Bedeutung.”

Ja, aber wo bleibt das Konkrete, bemängelten Hilfsorganisationen wie Oxfam. Zum Beispiel hatte sich David Cameron ein Register vorgenommen – es sollte die wahren Besitzer von Briefkastenfirmen aufdecken – aber noch nicht in der Abschlusserklärung.

Umsetzen sollen das alles nach dem Willen der Acht nun OECD, G20 und nationale Aktionspläne.

Mit dpa, Reuters