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G8 will rasche Syrien-Friedenskonferenz

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G8 will rasche Syrien-Friedenskonferenz

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Auf dem G8-Gipfel in Nordirland haben sich die Staats- und Regierungschefs beim strittigen Thema Syrien auf einen Minimalkompromiss geeinigt. Sie fordern schnellstmögliche Friedensgespräche in Genf, ohne das Schicksal von Machthaber Baschar al-Assad zu erwähnen.

Der britische Premierminister David Cameron erklärte: “Es ist kein Geheimnis, dass wir unterschiedliche Meinungen vertreten. Aber wir alle wollen diesen Konflikt zu Ende bringen und dem syrischen Volk dabei helfen, den Wandel zu erreichen, den es anstrebt.” Cameron wandte sich auch an die Führungselite Syriens und betonte, dass man die Institutionen aufrechterhalten würde, um ein Machtvakuum zu verhindern. Ihr Schicksal sei also nicht an das von Assad gebunden. “All jene, die treu zu Assad gehalten haben, aber Stabilität für ihr Land wollen und wissen, dass er gehen muss, sollten meine Worte berücksichtigen,” so Cameron.

Kremlchef Wladimir Putin sieht weiterhin keinen Beweis für einen Giftgaseinsatz der syrischen Führung und forderte eine unabhängige Untersuchung. Putin hält zu seinem Verbündeten Assad und warnte den Westen: “Die Entscheidung die syrische Opposition mit Waffen zu versorgen, beruht auf den nicht nachgewiesenen Anschuldigungen, dass Damaskus chemische Waffen benutzt und würde die Situation nur weiter destabilisieren.”

Unser Korrespondent James Franey sagte: “Die Meinungsverschiedenheiten zwischen Russland und den anderen G8-Mitgliedern traten klar zu Tage. Es ist allerdings weiterhin unklar, ob Putins Unterstützung einer friedlichen Lösung der Syrienkrise viel wert ist, denn Moskau will weiterhin Waffen an das Assad-Regime liefern.”