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Rousseff äußert Verständnis für Massenproteste

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Rousseff äußert Verständnis für Massenproteste

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Die brasilianische Staatspräsidentin Dilma Rousseff hat die Massenproteste, die seit Wochen in Brasilien stattfinden, als legitime Forderung nach besseren öffentlichen Dienstleistungen bezeichnet. Rouseff versprach, ihre Regierung wolle sich der Probleme der Demonstranten annehmen. Sie strebe sozialen Wandel an. Die Proteste arten immer wieder aus.

“Alle Veranstaltungen, die kommen, sind eine Maske. Sie zeigen nicht, was wirklich passiert. Das hier zieht Aufmerksamkeit auf uns. Das hier ist notwendig”, findet Jennifer Bittencourt aus Rio de Janeiro. “Das hier ist kein arabischer Frühling. Unsere Probleme sind einfacher zu lösen. Aber das muss intelligenter passieren, in einer zivilisierten Art und Weise. Dinge zu zerstören ist verkehrt”, klagt Restaurant-Besitzer Antonio Saffi.

Während die meisten Demonstrationen friedlich verliefen, stürmten in der Nacht Randalierer das Parlament des Bundesstaates Rio de Janeiro und versuchten es in Brand zu setzen.

Aus vereinzelten Protesten gegen Fahrpreiserhöhungen im öffentlichen Personennahverkehr ist eine umfassende Protestbewegung entstanden. Sie richtet sich ebenso gegen die Inflation wie gegen Korruption und die hohen Kosten für die Fußball-WM und die Olympischen Spiele.