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IWF: Spanien soll sich mit flexiblerem Jobmarkt aus der Krise arbeiten

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IWF: Spanien soll sich mit flexiblerem Jobmarkt aus der Krise arbeiten

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Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat präszise Vorstellungen, wie Spanien aus der Krise kommt:

Der Arbeitsmarkt müsse flexibler werden, das Nebeneinander von festen und zeitlich befristeten Arbeitsverträgen sei zu überwinden.

Spanien müsse sein Haushaltsdefizit weiter reduzieren. Die
Regierung dürfe dabei aber nicht übertreiben, um das Wachstum nicht zu beeinträchtigen.

Trotz Sparpolitik waren die spanischen Staatsschulden bis Anfang 2013 auf gut 88 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) gestiegen.

Für den IWF empfiehlt Ranjit Teja :

“Aus unserer Sicht gibt es nichts Besseres für die Nachfrage als einen Mann oder eine Frau mit Job und Einkommen. Wozu dann Lohnanpassung und Arbeitsmarktreformen? Sie sollen Jobs schaffen und wiederum Menschen Einkommen. Im Moment schrumpft die Nachfrage, weil die Leute keine Jobs haben. “

Spanien müsse auch noch wirtschaftliche Ungleichgewichte aus der Zeit vor der Krise korrigieren müsse, so der IWF. Dieser schwierige Prozess bringe Gefahren für die Wirtschaft und den Finanzsektor mit sich. Spanien hatte zur Sanierung seiner Banken Hilfskredite in Höhe von 40 Milliarden Euro in Anspruch genommen und sich zur Reform seines Finanzsystems verpflichtet.

Die EU könne Spanien aus der Krise helfen, indem sie so rasch wie möglich eine Bankenunion schaffe.

Mit Reuters, dpa