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Tumulte in Brasilien - trotz Einlenken der Präsidentin

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Tumulte in Brasilien - trotz Einlenken der Präsidentin

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Zehntausende Menschen sind in Brasilien erneut auf die Straße gegangen und demonstrierten gegen Misswirtschaft, Korruption und steigende Kosten. Rund 50 000 Menschen waren es allein in Sao Paulo. Staatspräsidentin Dilma Roussef zeigte Verständnis für die Demonstrationen: “Die Stimmen der Straßen müssen gehört werden. Sie überwinden, und das war klar, die traditionellen Mechanismen der Institutionen, politischen Parteien, Klassen und Medien.”

Die zunächst friedlichen Proteste in Sao Paulo eskalierten im Laufe des Abends. Vor dem Rathaus kam es zu Tumulten. Randalierer warfen Scheiben ein, die Polizei musste sich in das Gebäude zurückziehen. “Wir sind hier, weil wir das Land in einer kritischen Phase verbessern wollen”, so ein Angestellter. “Und mit dem Prinzip der Freiheit können wir alles in diesem Leben erreichen.”

Demonstrationen wurden auch aus anderen Städten des Landes gemeldet. Auslöser für die Massenproteste war eine landesweite Erhöhung der Fahrpreise im öffentlichen Nahverkehr um knapp 10 Cent. Führende Politiker haben nun signalisiert, dass diese Maßnahme möglicherweise rückgängig gemacht werde. Das ist eine zentrale Forderung der Demonstranten.