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Brasilien: Trotz Zugeständnissen - Proteste gehen weiter

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Brasilien: Trotz Zugeständnissen - Proteste gehen weiter

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Nach massiven Protesten haben die Demonstranten in Brasilien ihr wichtigstes Ziel erreicht: Die beiden größten Städte Sao Paulo und Rio de Janeiro nehmen die Preiserhöhungen im Nahverkehr zurück.
Nahe Rio gingen trotzdem wieder Tausende auf die Straße. Es kam zu Zusammenstößen mit der Polizei.

Der Gouverneur von Sao Paulo erklärte unterdessen, die Einnahmeausfälle müssten nun an anderer Stelle eingespart werden. “Wir werden die Lasten der Haushaltsausgaben tragen. Dazu werden wir Investitionen anpassen und den Gürtel enger schnallen müssen. Aber ich verstehe, dass der Nahverkehr wichtig ist, dass ein anspruchsvoller und leistungsstarker Nahverkehr Priorität hat.”

Präsidentin Dilma Roussef entsandte Militäreinheiten in fünf Städte, in denen derzeit der Confed-Cup ausgetragen wird. Zu Krawallen kam es am Rande eines Spiels in Fortaleza. Brasilianische Fans im Stadion solidarisierten sich mit den Protesten. Mehrere Gruppen kündigten für heute in Rio Demonstrationen an, wenn das Spiel Spanien – Tahiti ausgetragen wird. Die FIFA rechnet mit einer Million Demonstranten.