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Flugpassagiere sollen sich selbst kontrollieren

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Flugpassagiere sollen sich selbst kontrollieren

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Wer schon mal geflogen ist, kennt das. Bevor man das Flugzeug betreten kann, gilt es, die Sicherheitskontrollen hinter sich zu bringen. Das nimmt oft viel Zeit in Anspruch. Das französische Unternehmen Safran hat nun bei der Luftfahrschau in Le Bourget eine Lösung vorgestellt, wie der Sicherheitscheck schneller ablaufen kann.

Christine Riveau, stellvertretender Vize-Präsident von Morpho-Safran: “Das ist nicht nur eine Kontrollspur, sondern auch eine Möglichkeit, den Luftverkehr zu demokratisieren. Heute kann man sich nicht mehr vorstellen, dass einem jemand in der Pariser Metro die Tickets von Hand abstempelt. Deshalb ist es wichtig, mit diesem System Passagieren die Mittel an die Hand zu geben, um diesen Kontroll-Prozess selbst zu steuern.”

Die Boarding-Karte wird mittels Fingerabdrücken dem Passagier zugeordnet, der dann durch eine Schleuse geht, die gefährliche Gegenstände aufspüren kann, auch Spuren von Sprengstoff. Flüssigkeiten müssen nicht aus der Tasche genommen werden, das System kann sie erkennen und lässt die harmlosen passieren.

Auf Bildschirmen lässt sich jeder Schritt der Kontrolle verfolgen. Schließlich ist auch die Kontrolle des biometrischen Ausweises automatisiert, über die Erkennung von Auge oder Gesicht. Nur, wenn ein Passagier etwas Verdächtiges bei sich hat, greifen die Sicherheitsmitarbeiter. Am Ende, so verspricht der Anbieter, werden die persönlichen Daten der Passagiere gelöscht.

Neue Technologie kann also zum einen dazu dienen, Passagieren das Leben leichter zu machen. Aber sie kann auch helfen, dass Flugzeuge Treibstoff sparen und damit auch den Ausstoß von Schadstoffen verringern. In Le Bourget wurde ein Airliner präsentiert, der mit Elektromotoren, die am Hauptfahrwerk angebracht sind, zur Startbahn fahren kann. Erst dort werden die Triebwerke gestartet.

Olivier Savin, Vize-Präsident von Green Taxiing System JV: “Bei durchschnittlich sieben bis acht Anderthalbstundenflügen am Tag verbraucht ein Flugzeug beim Rollen mehr als 1,2 Tonnen Treibstoff. Die Lösung von Safran und Honeywell besteht darin, die Räder des Flugzeugs elektrisch abzutreiben, ohne die Triebwerke. In den kommenden Jahren wird der Verkehr auf Flughäfen zunehmen, sie müssen also die Bewegungen der Flugzeuge besser steuern können, und unser System bietet dafür eine gute Lösung.”

Das System könnte ab 2016 zum Einsatz kommen.