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Fuchs statt Lamm: China sorgt sich um die Lebensmittelsicherheit

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Fuchs statt Lamm: China sorgt sich um die Lebensmittelsicherheit

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In den vergangenen Jahren haben immer wieder Lebensmittelskandale die Verbraucher in vielen Ländern aufgeschreckt. Jüngstes Beispiel: das falsch deklarierte Pferdefleisch in Europa. Auch China ist vor diesem Problem nicht gefeit, dort wurde zum Beispiel Fleisch von Ratten, Füchsen und Nerzen auf Märkten als Lammfleisch feilgeboten; und anders, als man landläufig annehmen mag, ist es Chinesen nicht egal, was sie essen. Jetzt drehte sich im Reich der Mitte eine Woche lang alles um die Lebensmittelsicherheit. Im Zentrum steht eine Ausstellung zum Thema in der Hauptstadt Peking.

Zhu Wei, Marketing Director der Firma Syscan: “Wir verkaufen Testgeräte, mit denen man Samen, Dünger, und das Gemüse von Landwirten untersuchen kann. Ohne das Produkt zu beschädigen, können wir es auf seine Qualität hin testen. Bei der Nahrungsmittelproduktion können wir so schnell herausfinden, ob sich Zusätze oder andere Schadstoffe darin befinden. So können wir garantieren, dass das, was beim Verbraucher auf dem Teller landet, sicher ist.”

Eine der Hauptattraktionen war der Lastwagen einer US-amerikanischen Warenhauskette. Er ist mit mehreren Testinstrumenten ausgerüstet, die Rückstände von Pestiziden und anderen schädlichen Chemikalien aufspüren können.

Gerade in China ist die Lebensmittelsicherheit ein brennendes Thema. Die rasche Modernisierung des Landes hat die Produktion und den Vertrieb von Lebensmitteln enorm verändert.

Ausstellungs-Besucherin Liu Li: “Lebensmittelsicherheit ist unser Hauptanliegen. Wenn die Produkte eines Unternehmens sicher sind, wird der Kunde die Produkte annehmen. Sowohl das Unternehmen als auch die Wirtschaft profitieren.”

2008 erschütterte ein Baby-Milch-Skandal das Land. Große Mengen des Milchpulvers waren mit der potentiell tödlichen Chemikalie Melamin gestreckt worden. Acht Kinder starben, mehr als 300 000 erkrankten. Chinas Medien meldeten diese Woche, dass seit Januar dieses Jahres mehr als 8000 Menschen wegen mutmaßlicher Lebensmittelpanscherei verhaftet wurden.