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Singapur in dicke Rauchschwaden gehüllt

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Singapur in dicke Rauchschwaden gehüllt

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Schwere Waldbrände auf der indonesischen Insel Sumatra haben den Stadtstaat Singapur und weite Teile Malaysias in dichte Rauchwolken gehüllt. In Singapur war die Luftverschmutzung so schlimm wie seit 1997 nicht mehr. Die oberen Etagen der Hochhäuser waren nur noch schemenhaft zu erkennen. Rauchgeruch lag in der Luft. Viele der fünf Millionen Einwohner klagten über Atembeschwerden.

Viele Brände werden Umweltorganisationen zufolge absichtlich gelegt, und zwar von Plantagenbesitzern, die Land räumen wollen. Es geht hauptsächlich um den Anbau von Ölpalmen. Hieraus wird das umstrittene Palmöl gewonnen, das in vielen Fertigprodukten enthalten ist.

Indonesien ist der größte Lieferant von Palmöl, die Nachfrage steigt rasant. Wegen der Ausmaße der
Brände und je nach Winde ziehen die Rauchschwaden oft tagelang über Singapur und Malaysia hinweg.