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Neue Protestwellen in Brasilien und der Türkei

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Neue Protestwellen in Brasilien und der Türkei

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Die Demonstrationen in Brasilien werden immer größer: Landesweit gingen mehr als eine Million Menschen auf die Straße, um für ein besseres Bildungs- und Gesundheitssystem zu demonstrieren. Entzündet hatten sich die Proteste an den exorbitanten Ausgaben für den Fußball. Unvorstellbar im fußballverrückten Brasilien und doch verkündet dieses Plakat: “Brasilien hat aufgehört über Tore zu jubeln und fordert jetzt seine Rechte.” Der Schweizer Sender TSR berichtet.

Der nächste Beitrag kommt aus der Türkei. Auf dem Taksim-Platz in Istanbul herrscht eine trügerische Ruhe. Immer mehr Menschen entdecken den stummen Widerstand als “Standing Man” für sich. Sie demonstrieren gegen Erdogan und begegnen der brutalen Polizeigewalt mit friedlichem Protest. Der portugiesische Sender RTP berichtet.

Auch die Gewerkschaften nutzen die Protestwelle, um in Ankara zu Demos und Streik aufzurufen. Zusätzlich zu den Forderungen nach mehr Demokratie und Freiheit der “empörten” Türken machen sie auf Verstöße gegen Arbeitnehmerrechte aufmerksam. Der italienische Sender Rai Uno berichtet.

Der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan reagiert auf die Proteste, er beschimpft die Demonstranten als Terroristen. Umgeben von Tausenden seiner Anhänger erinnerte er in Istanbul daran, dass die Mehrheit der Bevölkerung ihn unterstütze. France 2 untersucht die Gründe.