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Rekordsmog in Singapur

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Rekordsmog in Singapur

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In Singapur hat die Luftverschmutzung einen historischen Höchststand erreicht. Der Verschmutzungsindex stieg auf 401 Punkte, Werte über 300 gelten als hochgradig gesundheitsgefährdend. Ursache für den Smog sind Flächenbrände in Indonesien, die durch Brandrodung verursacht werden. Die Menschen versuchen sich mit Gesichtsmasken vor den Rauchpartikeln zu schützen:

“Ich halte die Lage nicht für ernst, aber der Dunst nimmt immer mehr zu. Es sieht gefährlich aus und ich hoffe, sie lösen das Problem schnell”, meint die koreanische Studentin Kang Seungmin.

Viele Plantagenbesitzer auf den indonesischen Inseln Sumatra und Borneo nutzen die Trockenzeit zur verbotenen Brandrodung, um neue Flächen für Palmölplantagen zu gewinnen. Das benachbarte Malaysia ordnete schulfrei an:

“Wenn sich die Lage weiter zuspitzt, werden wir weitere Schulen vorübergehend schließen”, kündigte Malaysias Gesundheitsminister Hilmi Yahaya an.

Der Smog sorgt inzwischen für diplomatische Verstimmungen. Singapur beschuldigt die indonesische Regierung, nicht entschieden genug gegen die Brandrodungen vorzugehen, der zuständige indonesische Minister warf Singapur vor, sich wie ein weinerliches Kleinkind aufzuführen.

Weiterführender Link

National Environment Agency The Pollutant Standards Index