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Wütende Proteste in Brasilien gehen weiter

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Wütende Proteste in Brasilien gehen weiter

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Massenhaft strömen die Brasilianer in die Straßen, um ihrer Wut Ausdruck zu verleihen. In Porto Alegre, Sao Paulo, Rio de Janeiro und dutzenden weiteren Städten des Landes. Ausgelöst hatte den Unmut eine deutliche Erhöhung der Fahrpreise für öffentliche Verkehrsmittel. Die haben die Verantwortlichen inzwischen zurückgenommen, doch den Demonstranten geht es um mehr. Die soziale Ungerechtigkeit ist ihnen ein Dorn im Auge, Korruption, die hohe Kriminalität im Land – aber auch die Milliarden-Kosten für die Fußball-WM 2014. Sie fordern ein besseres Gesundheitswesen und Investitionen in die Bildung. Die Befürchtung: Die Rücknahme der Preiserhöhung könne Einspraungen im Gesundheitswesen und der Bildung zur Folge haben. Während in Sao Paulo Demonstranten versuchten, den Verkehr lahm zu legen, kam es in Rio de Janeiro und Salvador zu Zusammenstößen mit der Polizei. Die setzte Tränengas ein.
Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff hat wegen der Massenproteste ihre Japan-Reise verschoben. Sie wolle in der gegenwärtigen Lage nicht eine ganze Woche außer Landes sein, meldeten lokale Medien.
Der Confederation-Cup, das Vorbereitungsturnier zur WM – wird von den Protesten zunehmend überschattet.