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Schwule schließen sich Protesten in Brasilien an

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Schwule schließen sich Protesten in Brasilien an

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Auch Brasiliens Homosexuelle gehen auf die Straße. Sie regt auf, dass ein Abgeordneter ein Gesetz eingebracht hat, dass es Psychologen erlaubt, Behandlungen zur Heilung von Homosexualität anzubieten. 1999 war dies Psychologen durch eine Bundesgesetz verboten worden, das nun aufgehoben werden soll. Das Gesetzt, das Schwulenorganisationen als sarkastisch “Schwulenheilungsgesetz” bezeichnen, hat die Ausschussberatungen überstanden.

“Die Welt schaut auf Brasilien. Wir haben den Confed-Cup und das müssen wir nutzen. Es reicht. Neben allen unseren Problemen haben wir einen Politiker, der nichts besseres zu tun hat, als dieses Schwulengesetz einzubringen. Das ist doch lächerlich”, sagt der Lehrer Luis Eduardo.

“Wir kämpfen für ein besseres Brasilien. Es geht nicht nur um die “Heilung”. Wir haben viel zu heilen, Korruption, Erziehung, Gesundheitswesen. Da müssen wir heilen”, meint Fabiana Oliveira.

“Wir wollen Wandel, aber keine Gewalt. Wir wollen der Welt zeigen, dass Brasilien ein Land ist, in dem wir hohe Streuen zahlen und nichts dafür bekommen”, sagt Krankenschwester Abel Menezes.

“Das ist eine Nation, die sich durch ihre Politiker nicht repräsentiert fühlt”, stellt die Psychologin Erica Rocha fest.

“Seit zwei Wochen gehen die Brasilianer auf die Straßen. Heute abend auf der Avenida Paulista gab es einen anderen Protest. Dilma Rouseseff hat erklärt, sie habe die Brasilianer gehört und werde einen neuen Plan vorlegen, der den öffentlichen Nahverkehr fördern soll. Die Einnahmen aus der Ölförderung sollen in das Erziehungswesen fließen und im Gesundheitswesen sollen mehrere tausend Ärzte aus dem Ausland eingestellt werden”, berichtet die euronews-Reporterin.