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"Vereint für die Arbeit": Gewerkschaften protestieren in Italien

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"Vereint für die Arbeit": Gewerkschaften protestieren in Italien

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In Rom sind mehr als 100.000 Menschen für größere soziale Gerechtigkeit auf die Straße gegangen. Sie protestierten gegen die hohe Arbeitslosigkeit und die – ihrer Meinung nach – unfaire Besteuerung. Unter dem Motto “Vereint für die Arbeit” zogen die Menschen durch Rom.

Zu den Protesten aufgerufen hatten die drei größten Gewerkschaften Italiens. Es ist das erste Mal seit zehn Jahren, dass sie sich zu einer Demo zusammenschließen. Susanna Camusso ist die Vorsitzende der CGIL. Sie meint: “Unser Land braucht schnelle Antworten, damit wir die Krise überwinden können.”

Der Protest sei eine Botschaft an die Regierung: Arbeit müsse ganz oben auf dem Programm stehen. Nur mit Arbeit gehe es endlich nach vorn, sagt ein Demonstrant.

Der Zorn der Gewerkschaften richtet sich gegen die Arbeitsmarktreformen der Vorgänger-Regierung: Diese lockern den Kündigungsschutz.

Italiens längste Rezession der Nachkriegszeit drückt ebenfalls auf die Stimmung – und lässt die Arbeitslosenquote stetig nach oben steigen. Bei den jungen Menschen ist sie besonders hoch: Mehr als 40 Prozent der unter 24-Jährigen sind ohne Job – so viele wie noch nie zuvor.