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Gewaltakte überschatten Parlamentswahl in Albanien

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Gewaltakte überschatten Parlamentswahl in Albanien

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Rund drei Millionen Albaner sind heute aufgerufen ein neues Parlament zu wählen. Der seit 2005 regierende rechtskonservative Block unter Ministerpräsident Sali Berisha bewirbt sich für eine dritte Amtszeit. Herausforderer sind die vereinigten Linken unter dem früheren Bürgermeister von Tirana Edi Rama.

“Ich erwarte das beste für Albanien und die Albaner. Wir wollen in die EU, so wie wir schon in der NATO sind. Wir hoffen auf den Kandidaten-Status”, sagte Kreshnik Martini aus Tirana.

“Zunnächsteinmal erwarte ich einen friedlichen Wahlverlauf, dann hoffe ich, dass die Geschäfte weiter gut laufen und schließlich, dass die Demokratische Partei gewinnt”, sagt Geschäftsmann Arben Bano.

Überschattet wird die Stimmabgabe von Gewaltakten. Kurz nach Öffnung der Wahllokale wurde in der Stadt Lac (35 Kilometer nördlich von Tirana) ein sozialistischer Wahlhelfer erschossen, zwei weitere wurden verletzt. In der südalbanischen Hafenstadt Flora wurde der Wagen des örtlichen sozialistischen Parteisekretärs durch eine Explosion zerstört. Nach den gewaltsamen Konflikten mit vier Toten bei der vergangenen Wahl hat die EU den Urnengang zum demokratischen Reifetest für Albanien erklärt.

Weiterführende Links
Zentrale Wahlkommission (albanisch, englisch)

Kuvendi i Shqipërisë (Parlament) (albanisch, englisch)

Wahlergebnis 2009 (.pdf)