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Islamisten erschiessen Bergsteiger am Nanga Parbat

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Islamisten erschiessen Bergsteiger am Nanga Parbat

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Bei einem Überfall auf ein Bergsteigerlager im Norden von Pakistan sind in der Nacht neun Touristen und ein Pakistani getötet worden. Eine Gruppe bewaffneter Männer stürmte kurz nach Mitternacht Ortszeit das Lager in der Provinz Gilgit-Baltistan am Fuß des Nanga Parbat, des neunt-höchsten Berges der Welt. Die Gruppe nahm Angestellte des Camps als Geiseln, weckte die Touristen und erschoss sie. Unter den Toten befinden sich fünf Ukrainer und mehrere Chinesen. Ein chinesischer Bergsteiger konnte entkommen. Die Unterkünfte in der Fairy Meadows Hochebene dienen als Basislager für den Nanga Parbat und werden hauptsächlich von Bergsteigern genutzt.

Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters bekannte sich ein Sprecher der pakistanischen Extremistengruppe Jundullah zu dem Anschlag. Die Fremden seien die Feinde Pakistans, man werde fortfahren sie zu töten, erklärte Jundullah-Sprecher Ahmed Marwat.

Auch die pakistanischen Taliban (Tehrik-i-Taliban Pakistan, TTP) übernahmen die Verantwortung. Ihr Sprecher erklärte, der Überfall sei eine Vergeltung für die Tötung von Wali ur Rehman. Der TTP-Vize war bei einem amerikanischen Drohnenangriff in der Region Nord-Waziristan getötet worden.

Innenminister Chaudry Nisar Ali Khan enthob den Polizeipräsidenten der Provinz Gilgit-Baltistan seines Postens. In der Provinz gibt es zahlreiche Kontrollpunkte, die verhindern sollen, dass Unbefugte in die an das umstrittene Kaschmir grenzende Gebirgsregion gelangen.

Links
Fairy Meadows Cottages (englisch)

Raikot Sarai Hotel (englisch)