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Neue Proteste gegen türkische Regierung

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Neue Proteste gegen türkische Regierung

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Mit Wasserwerfern hat die Polizei erneut die Demonstranten vom Istanbuler Taksimplatz vertrieben. Einige zehntausend Menschen hatten sich dort wieder eingefunden, um gegen die türkische Regierung zu protestieren. Auch in der Hauptstadt Ankara kam es wieder zu Protesten, die mit Gewalt beendet wurden.

Bis zum Wasserwerfereinsatz verlief die Kundgebung in Istanbul friedlich, wie Augenzeugen berichteten. Viele Demonstranten bewarfen Polizisten und Wasserwerfer mit Blumen. Nach Mitternacht war das Zentrum des Platzes von der Polizei abgeriegelt. Am Rand standen Gruppen von Demonstranten. Der Platz war für den Verkehr wieder geöffnet.

Der Regierungschef wandte sich an diesem Tag an seine Anhänger; Recep Tayyip Erdogan sprach vor einer Menschenmenge in Samsun am Schwarzen Meer.

Erdogan sieht bei den Protesten nach wie vor finstere Mächte am Werk: Diese Kräfte hätten das Bild der Türkei überschattet, sagt er in Samsun, den Einfluss der Türkei in der Welt geschwächt. Jetzt versuchten sie das gleiche Spiel in Brasilien, meint Erdogan weiter: Es seien die gleichen Symbole, die gleichen Transparente, das Gleiche auf Facebook und Twitter, das Gleiche in den internationalen Medien; alles werde von den gleichen Kräften gesteuert.

Zuletzt war es in Istanbul letzten Sonntag zu schweren Zusammenstößen gekommen. In der Hauptstadt Ankara und anderen Städten dauerten die Unruhen aber auch in den letzten Tagen an. Erdogan hat die Demonstranten als “Terroristen” und “Gesindel” beschimpft. Er unterstellt ihnen, ihr Ziel sei, “Wirtschaft und Demokratie der Türkei zu zerstören”.