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Parlamentswahl: Albanischer Oppositioneller stirbt im Kugelhagel

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Parlamentswahl: Albanischer Oppositioneller stirbt im Kugelhagel

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Die Parlamentswahl in Albanien wird von Gewalt und Manipulationsvorwürfen überschattet: Unabhängigen Wahlbeobachtern zu Folge durften Menschen ohne Personalausweis abstimmen. Vor manchen Wahllokalen habe es Schlägereiern gegeben.

Ein klarer Vorsprung für einen der Kandidaten scheint sich bisher nicht abzuzeichnen. Der rechtskonservative Demokrat Sali Berisha will zum dritten Mal in Folge Ministerpräsident werden.

Doch der sozialistische Kandidat Edi Rama, der frühere Bürgermeister von Tirana, liegt in den Meinungsumfragen knapp vor ihm. Insgesamt sollen 3,3 Millionen Menschen bis zum Abend ihre Stimme abgeben.

Die USA und die EU sehen in der Wahl einen Demokratietest für Albanien. Seit dem Ende der kommunistischen Ära hat es dort noch keine vollkommen freien und fairen Wahlen gegeben. Neue schlechte Noten würden einen EU-Beitritt des Landes in weite Ferne rücken.

Ein Mord überschattet bereits die Wahl: In einer Stadt wenige Kilometer von Tirana entfernt starb ein Oppositioneller im Kugelhagel. Ein Mitglied der regierenden Demokraten wurde verwundet.

Das Land ist politisch in zwei Lager gespalten. Befürchtungen mehren sich, der Wahlausgang könne in Albanien für Unruhen sorgen.